Edelstahl beizen

Wie kann man Edelstahl beizen?

Warum und wie sollte man Edelstahloberflächen beizen?
Verunreinigte Edelstahloberflächen oder Schweißstellen laufen Gefahr, Anlauffarben zu zeigen, im Laufe der Zeit durch Oxidschichten angegriffen zu werden und zu rosten. Also ist es nach jedem Schweißprozess oder jeder Hitzeeinwirkung auf Edelstahl dringend angeraten, eine Nachbehandlung durchzuführen, die die ursprünglichen Eigenschaften, also die Widerstandsfähigkeit der Oberfläche gegenüber Korrosionsprozessen, wiederherstellt.
So ist das Edelstahlbeizen eine Form der Reinigung von Edelstahlflächen und Schweißnähten von unerwünschten Oxyden, Verkrustungen und Verfärbungen.
Im Vorfeld sollten mittels eines Entfettungsmittels Rückstände wie Fett, Öl oder auch die Reste von Kleb- und Anstrichstoffen beseitigt werden, um ein möglichst effektives Ergebnis zu erhalten.
Das Beizen von Edelstahl wird in der Regel unter Zuhilfenahme eines säurehaltigen Reinigungsmittels in einem Wasserbad durchgeführt. Dabei ist es unbedingt notwendig, die Schutzmaßnahmen, die bei dem Umgang mit Säuren zu beachten sind, einzuhalten.
Das Reinigungsmittel wird in einem Verhältnis von 1 zu 10 mit Wasser verdünnt und in diese Lösung taucht man das zu behandelnde Material. Schon nach kurzer Zeit kann die Wirkung äußerlich sichtbar sein, aber normalerweise sollte die Oberflächenbehandlung beim Edelstahlbeizen, je nach Verunreinigung, bis zu 60 Minuten dauern. Danach wird das behandelte Objekt sehr gründlich mit klarem Wasser abgespült.
Beim Umgang mit der säurehaltigen Lösung ist dringend zu beachten, dass andere Werkstoffe angegriffen werden können und somit dringend geschützt werden sollten. So müssen also alle Oberflächen, die nicht säurebeständig sind, gründlich abgedeckt werden.
Es gibt auch die Möglichkeit, mit Beizpasten, die speziell für Edelstahl geeignet sind, zu arbeiten. Sie werden vor allem beim Entfernen von Zunder oder Anlauffarben auf Blechen verwendet. Auch hier ist nach der Behandlung gründlich mit klarem Wasser zu spülen und ganz besonders auf die Reinigung von Spalten und schwer zugänglichen Stellen zu achten, um das Material vor zukünftigen Schädigungen zu schützen.